Ein Run, 20 Schnurschwimmer und kein Fisch

| 8. Mai 2015 | Keine Kommentare

Angelplatz

Am letzten Wochenende bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr über Nacht am Wasser geblieben. Da ich den Schneidertag aus dem März nicht auf mir Sitzen lassen wollte, ging es wieder an den gleichen Angelplatz.

Genügend Struktur

Das Vereinsgewässer bietet an dieser Stelle definitiv genügend Strukturen unter und am Wasser, sodass dort eigentlich etwas gehen muss. Neben einer kleiner Insel, die nur mit zwei kleinen Steinen aus dem Wasser ragt und einer Sandbank die sich zwischen Inselchen und einem Schilfufer erstreckt, gibt es auch zahlreiche überhängende Bäume und Sträucher.

Nachdem ich ca. 40 Minuten mit der Lotrute den Gewässerboden abgesucht habe, entschied ich mich dafür die Sandbank zu beangeln.

Springende Karpfen

Kaum habe ich meine Ruten ausgebracht und mit der Spomb ein wenig angefüttert, zeigten sich auch schon die ersten Karpfen an der Oberfläche. Zu meinem Leidwesen an jedoch auf der falschen Seite. An meinem Futterplatz tat sich erstmal gar nichts.

Da an dem Gewässer eine strikte Limitierung des Anfütterns herrscht, kam ein umlegen der Ruten erstmal nicht in Frage. Ich musste also Geduld haben.

Es geht los

Nach mehreren Stunden des Wartens setzten dann auch endlich die ersten Aktionen an meinem Spot ein. Bereits zum Beginn der Dämmerung bewegte sich das Wasser und meine Vorfreude stieg an.

Der erste Run!

Als die Sonne dann fast hinter dem Horizont verschwunden war war es so weit. Der Bissanzeiger brummte los und weckte mich aus der Resignation. Endlich ein Vollrun!

Nach dem ich zur Rute gehechtet bin, kam die Ernüchterung. Kaum hatte ich die Rute aufgehoben und angeschlagen, da war der Widerstand auch schon verschwunden. Der Fisch hatte nicht gehakt.

Die erste Enttäuschung wurde schnell überwunden und die Rute wurde mit frischen Ködern neu ausgebracht. Keine 2 Minuten später ging der Bissanzeiger wieder los. Aber nur für einen kurzen Moment. Dann herrschte wieder Stille.

Die Schnurschwimmer

Danach ging es Schlag auf Schlag. Jede gefühlte Minute kam es zu einem neuen Schnurschwimmer. Es waren auf jeden Fall Fische am Platz. Nach 30 Minuten und ca 20 Schnurschwimmern habe ich die Rute dann erneut kontrolliert. Nicht das sich wieder ein Brassen eingeschlichen hat und regungslos am Haken hängt.

Aktion

Nach den Schnurschwimmern blieben die Bissanzeiger still.

Doch leider war mir nichteinmal dies vergönnt. Mit einem schweren Seufzer habe ich die Rute wieder ausgeworfen und mich wieder hingelegt. Danach kam es noch zu 2 bis 3 Schnurschwimmern und dann wurde es still.

Die restliche Nacht verlief ereignislos. Keine Schnurschwimmer mehr, kein Run, ja nichteinmal der kleinste Zupfer war zu vernehmen.

Die zweite Rute

Zu meinem Leidwesen musste ich am nächsten Morgen dann auch noch feststellen, dass meine zweite Rute gar nicht fangen konnte. Hier hatte sich der Boilie mit dem Haar um das Vorfach gewickelt und so den Haken flach an den Boilie gedrückt.

Learnings

Ganz umsonst war der Ausflug jedoch nicht. Ich konnte einen groben Eindruck der Seestruktur bekommen und weiß jetzt, dass man die Fische auf jeden Fall an den Platz bekommt. Beim nächsten Mal werde ich jedoch eine Dinge anders machen:

  • Die Schnur mit einem Backlead absenken und vielleicht sogar einen Leadcore verwenden.
  • Beim Rig noch stärker darauf achten eine Verhedderung auszuschließen.
  • Die Futterplätze weiter auseinander legen um einen größeren Bereich abzudecken.

Wer möchte, kann mir gerne Tipps in den Kommentaren geben.

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Kategorie: Unterwegs

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