Karpfenansitz zu Herbstanfang

| 18. März 2016 | Keine Kommentare

Im letzten Jahr habe ich fast durchgängig ein kleineres Nebengewässer befischt. Leider ohne großen Erfolg. Im September habe ich mir deshalb noch mal eine Nacht Zeit genommen um den angeschlossenen Hauptsee zu befischen. Was daraus geworden ist sehr ihr selbst:

Es ist Dienstag der 22. September 2015. Ich habe ein paar Tage frei und entschließe mich gegen Mittag für 24h an einen Vereinssee zu setzen. Da ich nur noch Boiliereste habe, führt mein Weg vorbei an einem örtlichen Angelladen und dann direkt ab ans Gewässer. Die Zeit ist knapp und so entscheide ich mich für einen Angelplatz in direkter Straßennähe. Außerdem ist es der Platz, wo ich ein Jahr zuvor meinen ersten 50 Pfünder gefangen habe. Es kann also nichts schief gehen.

Die Strategie

Ich werfe die gleiche Kiesbank an und hoffe natürlich darauf wieder mal einen schönen Karpfen zu landen. Die Strategie sieht ähnlich aus wie bei meinem letzten Ausflug an diese stelle. An beiden Ruten habe ich einfache Haarmontage und fische mit Inline-Bleien. Lediglich bei den Boilies habe ich etwas neues probiert. Auf einer Rute fische ich 15mm Monster Crab XL Boilies von Finkelde und auf der anderen 20mm Penny Fish & Fruit Boilies von Cockbaits.

Internetangler

Große Spannung und Vorfreude bei der Beobachtung der Natur.

Miese Bedingungen zum Angeln

Das Wetter ist richtig mies. Es wird stellenweise recht frisch und es kommen immer wieder Regenschauer, die dann wieder von ein paar Sonnenstrahlen unterbrochen werden. Neben mir fischen ein paar Jungangler, die keinerlei Regenzeug dabei haben. Auf mein Angebot sich doch etwas bei mir zu leihen, sind sie nicht eingegangen. Ich war in dem Alter aber genauso. Also verzeieh ich mich wieder unter mein Schirmzelt und beobachte, wie der Regen auf das Wasser plätschert.

Regen am See

Der Regen vertreibt die meisten anderen Angler.

An diesem Nachmittag passiert leider nichts mir. Ab 19 Uhr sitze ich komplett alleine am Gewässer und genieße die Ruhe. Heute Abend finde ich bei einem Hörspiel wohl schnell in den Schlaf. Da die Nacht größtenteils ruhig verläuft und ich nur von einem Schnurschwimmer gegen 2:00Uhr geweckt werde, kann ich endlich ein mal wieder Energie an der frischen Luft tanken.

Piiieeeep!

Kurz vor Sonnenaufgang werde ich dann von dem Vibrationsalarm meiner Bissanzeigerfunke geweckt. Ein ordentlicher Run! Ich schlitter den vermatschten Abhang zu meinen Ruten hinunter und reiße dabei fast alles mit, was mir im Weg steht. Egal! Ich habe jetzt besseres zu tun. Kurz nach dem Anschlag wurde mir klar, dass es auch diesmal kein kleiner Fisch sein wird. Zuerst habe ich mir schon Fantasien ausgemalt, es sei mein Freund von vor einem Jahr. Aber dieser Karpfen hat irgendwie hektischere Bewegungen gemacht und zog von einer zur anderen Seite und zurück.

Nach einem aufregenden Drill habe ich ihn dann endlich gelandet. Tiefes Durchatmen und ein schmerzender Rücken war die Folge. Nichtsdestotrotz war ich überglücklich endlich wieder einen schönen Karpfen im Kescher zu haben. Mit knapp über 16kg auch kein kleiner Kollege und wunderschön noch dazu.

Karpfen 16kg

Ich versorge den Fisch und verziehe mich erstmal wieder in meine Koje. Glücklich genug um meinen Erfolg erstmal mit Freunden per Whatsapp zu teilen, aber dann doch so erschöpft, dass ich mich gleich wieder auf die Liege pflanze und noch etwas vor mich hin döse. Gegen Mittag packe ich dann meine sieben bis tausend Sachen und mache ich auf den Heimweg. Leider war dies meine letzte Session im Jahr 2015.

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Kategorie: Unterwegs

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